Kirchenchor St. Anton

Mit der Ein­wei­hung der Kir­che am 18. Dezem­ber 1910 und der Abhal­tung der Got­tes­diens­te stell­te sich auch das Bedürf­nis nach einem Kir­chen­chor ein. Die Sache ging aber nicht so ein­fach. Beim Fest­got­tes­dienst anläß­lich der Ein­wei­hung ver­sa­hen noch die Her­ren Alum­nen vom Kle­ri­kal­se­mi­nar den Chor. Auf der Suche nach einem Chor­re­gen­ten und Orga­nis­ten fiel Pfar­rer Maidl der 20jährige Buch­hal­ter des Rechts­an­wal­tes Hörtrei­ter, Fritz Drechs­ler, »in die Hän­de« und wur­de von ihm als Chor­lei­ter ver­pflich­tet. Er übte die­ses Amt bis 1921 aus.

Auf der alten gebrech­li­chen Votiv­kir­chen­or­gel, die nach St. Anton ver­schleppt wur­de, wal­te­te Drechs­ler als ers­ter Chor­re­gent, Orga­nist und Bas­sist sei­nes Amtes an den Sonn- und Fei­er­ta­gen. Herr Drechs­ler muß­te anfangs Febru­ar 1915 beim 1. Infan­te­rie-Regi­ment. in Mün­chen einrücken. 

Auf ein Gesuch des Pfarr­am­tes vom 27. Febru­ar 1915 wur­de der­sel­be unterm 1. 3. 15 nach Pas­sau ver­setzt, damit er am Frei­tag abends bei den Kriegs­an­dach­ten und an Sonn- und Fei­er­ta­gen beim Pfarr­got­tes­diens­te den Chor ver­se­hen konn­te. Als Herr Drechs­ler dann ins Feld kam, wur­de aus wie­der­hol­te Ein­ga­ben des Pfarr­am­tes erreicht, daß der­sel­be hier­her nach Pas­sau zum Ersatz-Batail­lon des 16. Infan­te­rie-Regi­ments ver­setzt wur­de, um kirch­li­che Diens­te leis­ten zu können.

Soviel zur His­to­rie. Wie es so im Leben ist, gab es auch hier hohe Zei­ten mit qua­li­ta­ti­vem Chor­per­so­nal und auch Zei­ten, in den der Chor zu kämp­fen hat­te, um zu überleben.

Seit rund 10 Jah­ren hat sich der Chor wie­der sta­bi­li­siert, weil zu den bewähr­ten Chorsänger/​innen immer wie­der jun­ge Kräf­te hinzustießen. 

Damit hat sich der Chor wie­der ein hohes musi­ka­li­sches Niveau erar­bei­tet. So wer­den ins­be­son­de­re an den Hoch­fes­ten des Jah­res klas­si­sche Mes­sen von bekann­ten und unbe­kann­ten Meis­tern auf­ge­führt, fer­ner Auf­trit­te bei Fest­ver­an­stal­tun­gen und Got­tes­dienst­ge­stal­tung an Sonn­ta­gen des Kirchenjahres.

Die der­zei­ti­ge Chor­stär­ke besteht aus 25 Personen.

Mar­ga­re­te Haidl, Rose­ma­rie Kra­mer und Eli­sa­beth Wei­he­rer gehö­ren dem Chor schon seit über 60 Jah­ren, Bar­ba­ra Homol­ka seit knapp 50 Jah­ren an.

Die Chor­lei­ter:

18.12.191031.01.1919 Fritz Drechs­ler (mit Kriegsunterbrechungen)

1919 — 1923 Dr. Vagacs

1923 — 31.07.1936 Lud­wig Heuberger

01.08.1936 — 26.08.1939 Josef Spörkl

Heu­do­bler

1946 — 1948 Hein­rich Wimmer

1948 — 1949 Dr. Stühler

1949 — 28.02.1998 Johann Schmid + 25.02.2001

01.03.199801.07.1998 Sil­via Wallner 

01.10.199831.07.1999 Micha­el Tausch 

01.09.199931.12.2004 Dr. Ste­fan Brembeck

01.01.200531.07.2008 Pfr. Josef Bader

01.09.200828.02.2009 Kat­rin Eber­hardt und Bern­hard Braun

01.03.2009 — 2014 Mar­kus Eberhardt

2014 — 2016 Mar­tin Bender

2016 Chris­toph Rose

Ein Vocal­quar­tett mit vier Solis­ten aus dem Kir­chen­chor über­nimmt eben­falls die musi­ka­li­sche Gestal­tung von Gottesdiensten.

Kan­tor ist seit vie­len Jah­ren Fritz Seibold.


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