Ökumenisches Cafe im März – Victoria Seidler: Mein Freiwilligendienst in Bolivien

Pfarrverband St. Anton am 13.03.2026

Info Icon Maria Barth

Im März fand wieder unser monatliches Treffen im Gemeindesaal der Friedenskirche statt. 

Nach ange­reg­ter Unter­hal­tung bei Kaf­fee und Kuchen durf­te Anet­te Kie­weg Vic­to­ria Seid­ler begrü­ßen, die in einer Bild­prä­sen­ta­ti­on über ihre Zeit in Boli­vi­en erzähl­te. Die heu­te 26-jäh­ri­ge ging nach dem Abitur im Rah­men des welt­wärts-Frei­wil­li­gen­diens­tes für ein Jahr nach Boli­vi­en. Mit noch zwei 18-jäh­ri­gen aus der Diö­ze­se Pas­sau trat sie ohne jeg­li­che Spa­nisch­kennt­nis­se den Flug in ein Land an, das drei mal so groß wie Deutsch­land ist, aber nur ein Sieb­tel Ein­woh­ner hat. Ihr Ziel war die klei­ne Stadt Camar­go mit 6000 Ein­woh­nern, ganz im Süden auf 2400 m Höhe gele­gen. Nach einem 4‑wöchigen Crash­kurs trat sie im Kin­der­heim Sawatz­ki ihren Dienst an, wo sie erst durch den Umgang mit den Kin­dern im Lauf der Zeit rich­tig Spa­nisch lern­te. Da sie auch im Kin­der­heim wohn­te, war sie ganz­tags mit der Betreu­ung der Kin­der von 3 bis 12 Jah­ren beschäf­tigt. Sehr beein­dru­ckend war für die 18jährige die Gemein­schaft in allen Grup­pen, die vie­len Fes­te, die sport­li­chen Wett­kämp­fe von mor­gens bis nachts, alles unge­zwun­gen und meist mit Musik und Tanz, was man auf den wun­der­schö­nen Bil­dern sehen konn­te. Eine drei­tä­gi­ge Rund­rei­se in einem Jeep hin­ter­ließ blei­ben­de Ein­drü­cke, ganz beson­ders ein Son­nen­un­ter­gang an einem Salz­see (Salar de Uyu­ni), wovon Vic­to­ria ein Video zeig­te. Auch Sou­ve­nirs hat­te sie mit­ge­bracht, eini­ge Boli­via­nos, die Wäh­rung Boli­vi­ens, und wun­der­schö­ne Decken, in denen die Ein­hei­mi­schen ihre Ein­käu­fe vom Markt heim­tra­gen. Zum Abschluss des sehr inter­es­san­ten und leb­haft gestal­te­ten Vor­trags ver­teil­te Vic­to­ria lecke­re Empa­na­das, das sind mit Kar­tof­feln, Erb­sen, Oli­ven und Eiern gefüll­te Teig­ta­schen. Wenn sie heu­te an die Zeit zurück denkt, ver­bin­det sie Boli­vi­en mit dem spa­ni­schen Wort ​„comu­ni­dad“, auf Deutsch ​„Gemein­schaft“, was es hier in Deutsch­land so nicht gibt. Anet­te Kie­weg bedank­te sich mit einer Orchi­dee bei Vic­to­ria Seid­ler und das Publi­kum spen­de­te kräf­tig Applaus für den kurz­wei­li­gen, unter­halt­sa­men Nach­mit­tag. Am 15. April dür­fen wir zu einer Lesung Dr. Hans Gött­ler bei uns begrü­ßen, sein The­ma: ​„Umma Fim­fal an Duranand“, herz­li­che Ein­la­dung dazu. 

Text: Anet­te Kieweg

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