Während ihre Mitabiturientinnen inzwischen mit dem Studium oder einer Ausbildung begonnen haben, sich in Cafes oder zu geselligen Veranstaltungen treffen, verbringt Teresa ein Jahr als Volontärin bei den Salesianerinnen Don Bosco im westafrikanischen Benin. Nach einer Vorbereitungszeit mit verschiedenen Seminaren in Benediktbeuern und einem kurzen Praktikum in Bamberg in einer heiltherapeutischen Einrichtung begann Teresa im Herbst letzten Jahres ihre Arbeit im Centre Laura Vicuna in der beninischen Hafenstadt Cotonou. Zu ihren zahlreichen Aufgaben in den unterschiedlichen Projekten zählt vor allem die Betreuung der Kinder und Jugendlichen, um die sich die Salesianerinnen kümmern: minderjährige Mütter mit ihren Babys, Marktmädchen, ausgebeutete und misshandelte Kinder. In Benin herrscht große Armut, viele Kinder werden von ihren Eltern hergegeben und zu Kinderarbeit gezwungen, junge Mädchen werden verheiratet – alles Erfahrungen, mit denen Teresa in ihrer unbelasteten Umgebung bisher nicht konfrontiert war. Doch Teresa lernt in ihrer Zeit als Volontärin auch die fröhliche Seite Benins kennen: Trotz aller Probleme und Armut wird getanzt, gesungen und gelacht. Teresa wird überall freudig begrüßt, egal, ob in den verschiedenen Einrichtungen der Salesianerinnen in der Stadt oder bei ihren Spaziergängen über den Markt, den sie mit einem Wimmelbild vergleicht, oder bei ihren Fahrten auf Taxi-Motorrädern, mit denen sie von Einsatzort zu Einsatzort fährt. Sie erkennt, wie wichtig neben der Grundversorgung mit Lebensmitteln, Medizin, Schlafplätzen und spielerischen Beschäftigung vor allem die Schulbildung für die Kinder ist.
Agnes und Marko Stefenelli nahmen die zahlreichen Zuhörer im Pfarrsaal St. Peter mit in die Welt in Benin durch einen informativen, persönlichen und bewegenden Vortrag, bei dem Teresas Schwester Luisa immer wieder Texte vorlas, die Teresa in ihrem Blog schreibt. Die Fotos vom Leben bei den Salesianerinnen ließen die Zuhörer mit eintauchen ins Leben als Don Bosco-Volontärin in Cotonou. Die Spenden, die großzügig in eine Sammelbox eingeworfen wurden, gehen komplett an das Projekt Centre Laura Vicuna.
Text: Utta Materny
Utta Materny



