Von Maria Barth bestens geplant und organisiert, ging es zusammen mit den Frauen nach Tschechien in die Partnerstadt Budweis. Mit fünf Pkws machten wir uns am Freitag Mittag bei bestem Ausflugswetter auf den Weg. Die zwei Stunden Fahrt durch den Böhmerwald vorbei an Wallern und Prachatitz vergingen wie im Flug, gegen 15.00 Uhr erreichten wir unsere Pension in Budweis. Da zwei der Mitreisenden an diesem Tag Geburtstag hatten, wurden wir kurzerhand in eines der Zimmer zum gemeinsamen Feiern eingeladen. Unser guter Musikerfreund und Scholabegleiter Willi Bauer spielte gleich ein Geburtstagsständchen und mit einem Gläschen Sekt wurde auf die Geburtstagskinder angestoßen. Zum Abendessen gingen wir in das nahe gelegene Restaurant Solnice, einem früheren Salzhaus, wo wir ausgezeichnet gegessen und uns das Budweiser Bier schmecken ließen. Am Samstag Vormittag war Treffpunkt am großen, rechteckigen Hauptplatz, der von barocker und gotischer Architektur gesäumt ist. Eine deutschsprachige Führerin erklärte uns die Fassade des barocken Rathauses und den schwarzen Turm, der von Legenden
umwoben ist. Weiter ging es zum Dom St. Nikolaus, wo wir zwei Taizélieder sangen. Nach eineinhalb Stunden endete die Stadtführung vor dem Dominikaner Kloster, neben dem sich ein herrlicher Garten mit Sitzbänken befindet. Dort wurden wir von Maria Barth und Rita Kindermann mit Sandwiches, Kuchen und Obst versorgt. Nachdem wir noch die herrliche gotische Klosterkirche besichtigt haben, machten sich die Männer und einige Frauen auf den Weg nach Hluboká, 14 km von Budweis entfernt, wo die Schola in der Kirche St. Johannes Nepomuk am Sonntag singen wird.
Nach einer Stunde Probe und Stärkung mit Kaffee und Kuchen ging es zurück in unsere Pension. Zum Abendessen waren wir im Restaurant Kavarna, anschließend spazierten wir an der Maltsch entlang zum Stadtkern und dann zurück in die Pension. Am Sonntag hieß es früh aufstehen, um 8.00 Uhr war Abfahrt nach Hluboká. wo um 9.00 Uhr in der Kirche St. Johannes Nepomuk die Messe begann. Der Ortspfarrer begrüßte uns auf deutsch und sagte, er freue sich sehr, dass der heutige Gottesdienst von den Gästen aus Passau gestaltet wird. Die Männerschola St. Anton sang unter der Leitung von Fritz Seibold die „Waldler Messe“, begleitet von Willi Bauer auf dem Akkordeon. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Tomas van Zavrel bei den Scholaren und Willi Bauer für die sehr schön gesungene Messe, die Gottesdienstbesucher spendeten lang anhaltenden Applaus. Dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg hinauf zum Schloss Hluboká, einem neugotischen Schloss mit einer wunderschönen Parkanlage. Nach vielen Fotoshootings ging es zurück zu den Autos und nach Jankow in den Ortsteil Holašovice. Das aus Höfen im südböhmischen Bauernbarock bestehende Dorf zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach einem vorzüglichen Mittagessen und einem Rundgang durch das Dorf bedankte sich Fritz Seibold bei Maria und Martin Barth , sowie bei Rita Kindermann für die Vorbereitung und Durchführung dieses unvergesslichen Ausflugs und bei allen Mitfahrenden für das schöne, gemeinsame Beisammensein. Die Planungen für das nächste Jahr laufen bereits, denn 2026 feiert die Männerschola St. Anton ihr 40 jähriges
Bestehen.
Text: Anette Kieweg
Maria Barth



