Entspannter Spaziergang am Inn

Pfarrverband St. Anton am 16.09.2025

Info Icon Utta Materny

Im Rahmen einer Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung hat Paul Kastner, Vorsitzender des Bund Naturschutz Passau, einer Gruppe Interessierter den Inn als Gebirgsfluss Passaus nähergebracht. 

Der Spa­zier­gang fand im Bereich zwi­schen Fün­ferl­steg und ASG statt und bot den Teil­neh­mern span­nen­de Ein­bli­cke in die Flo­ra und Fau­na des Flus­ses. Kast­ner erzähl­te nicht nur vom Inn­ufer als geschütz­tem Fau­na-Flo­ra-Habi­tat, son­dern brach­te auch geschicht­li­che Aspek­te, wie die Kai­se­rin-Eli­sa­beth-Eisen­bahn­brü­cke und eine klei­ne Insel, die einst im Inn existierte.

Beson­ders inter­es­sant waren Kast­ners Erzäh­lun­gen über die Nut­zung des Flus­ses für den Salz­trans­port, die Gold­su­che und die Abfall­ent­sor­gung. Kast­ner berich­te­te von einem Kanal, der die Abwäs­ser des ehe­ma­li­gen Schlacht­hofs in den Inn lei­te­te und ihn rot färb­te, und einem wei­te­ren Kanal vom Milch­hof, der den Inn weiß färb­te. Auch die Was­ser­ver­sor­gung der Regi­on fand Erwäh­nung. Mit his­to­ri­schen Fotos und Anek­do­ten aus sei­ner Kind­heit ver­an­schau­lich­te der BUND-Vor­sit­zen­de sei­ne Erzählungen.

Ein zen­tra­les The­ma war der Ein­fluss des Men­schen auf die Flo­ra und Fau­na. Kast­ner erklär­te, wie die Ent­wal­dung des Fluss­ufers für die Trei­del­pfa­de, auf denen Pfer­de die Trans­port­schif­fe zogen, und das Auf­stau­en des Was­sers durch Was­ser­kraft­wer­ke die Natur ver­än­dert haben. Beson­ders hob er den Auwald her­vor, der ein Urwald mit außer­ge­wöhn­lich hoher Arten­viel­falt ist und zur Was­ser­re­gu­lie­rung bei­trägt, indem er Hoch­was­ser­schutz bie­tet und als Was­ser­fil­ter fun­giert. Kast­ner beton­te die Bedeu­tung der Flüs­se als Aus­brei­tungs­we­ge für ver­schie­de­ne Tier- und Pflan­zen­ar­ten, die aber durch den Ein­griff des Men­schen und das Ein­schlep­pen sog. Neo­phy­ten, also nicht ein­hei­mi­scher Pflan­zen einer stän­di­gen Gefähr­dung aus­ge­setzt sind.

Den Abschluss des span­nen­den Spa­zier­gangs bil­de­ten die Kies­bän­ke unter­halb des ASGs mit den unter­schied­lichs­ten Stei­nen, die der Inn auf sei­nem lan­gen Weg aus dem Gebir­ge mit­ge­bracht hat. Hier fan­den sich inter­es­san­te Exem­pla­re, wie Stei­ne aus dem Ötz­tal und Kie­sel mit Granatedelsteineinschlüssen.

Text: Utta Materny

Weitere Nachrichten

23.10.2026

Männerschola St. Anton zu Gast in Perlesreut

Festlicher Kirchweihgottesdienst mit der Waldlermesse – Gemeinsamer Ausflug stärkt die Gemeinschaft

23.10.2026

Minis beten für Frieden

In einer Gruppenstunde im Jugendkeller St. Peter machten sich Minis aus St. Peter und St. Anton Gedanken über…

23.10.2026

Minis aus St. Peter feiern Max-Fest

Einige Ministranten aus der Pfarrei St. Peter und Gemeindereferentin Birgit Seidler folgten der Einladung des…

23.10.2026

Neue Minis für St. Peter

Drei junge Christen verstärken künftig die Ministrantenschar der Pfarrei St. Peter.