Blick in das Bistumsarchiv Passau in Hacklberg

Pfarrverband St. Anton am 22.09.2026

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Bei warmen spätsommerlichen Temperaturen hatte eine Gruppe interessierter Passauer die Gelegenheit, einen Blick in die normalerweise wohltemperierte Außenstelle Hacklberg des Bistumsarchivs Passau zu werfen. 

Die Lei­te­rin des Bis­tums­ar­chivs, Frau Dr. Han­ne­lo­re Putz, begrüß­te die Teil­neh­mer mit dem Hin­weis, dass es lei­der im Moment gar nicht so kühl im Archiv sei, weil die Käl­te­ma­schi­ne aus­ge­fal­len sei und die sonst vor­herr­schen­de Tem­pe­ra­tur von 16 – 20 Grad etwas über­schrit­ten war, was aber der Auf­merk­sam­keit aller kei­nen Abbruch tat. Das impo­san­te Gebäu­de des Bis­tums­ar­chivs wur­de von den Archi­tek­ten Köberl & Dörin­ger wur­de 2016 ein­ge­weiht, da das bis­he­ri­ge Archiv in der Lur­ago­gas­se zu klein wur­de. Der Bestand umfasst eine Län­ge von ca. 10 km, wenn man alle Kis­ten mit den Schrift­stü­cken anein­an­der­rei­hen wür­de und unter­liegt stren­gen Sicher­heits­vor­schrif­ten, was die Ein­bruchs­si­che­rung und die Erlaub­nis zur Ein­sicht­nah­me anbe­langt. Die Mehr­zahl der Doku­men­te ist ein­ma­lig auf der Welt und beinhal­tet vie­le per­sön­li­che Daten. Da es sich um ein öffent­li­ches Archiv han­delt, kann jeder Inter­es­sier­te die Bestän­de für sei­ne For­schun­gen nut­zen, sei es zur Fami­li­en­for­schung in den Matri­kel­bü­chern der Pfar­rei­en oder zur Erstel­lung wis­sen­schaft­li­cher Arbei­ten. Dr. Putz erzähl­te, dass auch ger­ne ame­ri­ka­ni­sche Schiffs­tou­ris­ten vor­bei­kä­men, die nach ihren Vor­fah­ren aus dem Baye­ri­schen Wald for­schen möch­ten. Da eine gro­ße Men­ge der Doku­men­te bereits digi­ta­li­siert ist, kann man auch frei in der Daten­bank des Bis­tums­ar­chivs im Inter­net recherchieren.

Die Refe­ren­tin leg­te auch eine Rei­he von Mate­ria­li­en als Anschau­ungs­ma­te­ri­al vor. Dar­un­ter befand sich als ganz beson­de­re Kost­bar­keit das Matri­kel­buch der Pfar­rei Marktl mit dem Ein­trag im Dezem­ber 1818 zu einem gewis­sen Johann Birn­dor­fer, bes­ser bekannt als der Hlg. Bru­der Kon­rad. Auch Foto­al­ben mit Ori­gi­nal­auf­nah­men zur 1200-Jahr­fei­er des Bis­tums Pas­sau und zur Hei­lig­spre­chungs­fei­er von Br. Kon­rad fan­den reges Inter­es­se und anhand der alten his­to­ri­schen Post­kar­ten, die Dr. Putz zeig­te, ver­such­te jeder, die heu­ti­gen Stand­or­te zu identifizieren. 

Bei dem kur­zen Rund­gang durch das Archiv mit den Dreh­re­ga­len und den unzäh­li­gen Kar­tons vol­ler Akten wies Dr. Putz auf die archi­tek­to­ni­schen Beson­der­hei­ten des Baus mit sei­ner zweck­mä­ßi­gen Gestal­tung hin bzgl. best­mög­li­cher Platz­nut­zung, höchs­ten Sicher­heits­vor­keh­run­gen gegen Brand, Was­ser und sons­ti­ger Beschä­di­gun­gen und einer sehr eigen­wil­li­gen Farb­ge­bung des Bodens und Form des Gesamtbauwerks.

Auf­grund der hohen Nach­fra­ge hat sich Dr. Putz ger­ne bereit erklärt, im Rah­men der KEB für Stadt und Land­kreis Pas­sau einen wei­te­ren Besich­ti­gungs­ter­min am Diens­tag, den 24. Novem­ber um 17 Uhr anzu­bie­ten. Die Anmel­dung kann tele­fo­nisch über (0851) 393‑4501 oder über die Home­page www​.keb​-pas​sau​.de/​a​n​m​e​l​d​u​n​g​/​?​v​a​=​36611 erfolgen.

Text: Mate­r­ny

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