Bei angeregter Unterhaltung ließen sich die Gäste Kaffee und selbstgemachte Kuchen schmecken. Dann begrüßte Anette Kieweg mit Anton Hofbauer (im Bild 1. von rechts) ein Gemeindemitglied aus der Pfarrei St. Peter, der angeboten hatte, bei uns einen Diavortrag über Lourdes zu halten. Herr Hofbauer hatte im April diesen Jahres über Pater Laurentius, einem Schulkollegen, mit dem Marianischen Landeskomitee Wien eine Pilgerreise in den weltberühmten Wallfahrtsort in Südfrankreich gemacht. Zu Beginn schilderte Herr Hofbauer das Leben von Bernadette Soubirous, einem 14jährigen Mädchen, das im Jahr 1858 insgesamt 18 Mal die Jungfrau Maria in der Grotte von Massabielle sah. An Hand von vielen Bildern lernten wir die Stadt Lourdes mit ihren alten, schönen Häusern, den zahlreichen Hotels und Andenkenläden kennen. Beeindruckend das rote Band auf den Straßen, das für Rollstuhlfahrer reserviert ist und zum heiligen Bezirk führt. In diesem Bereich befinden sich die Grotte, in der die Marienerscheinungen stattfanden, mehrere Kirchen, die Quelle mit dem Lourdeswasser und Einrichtungen für die Pilger wie das Krankenhaus. Dieser Bereich ist das Herz der Stadt und der Hauptort für Gebete und Prozessionen und ein Ort der Stille. Zur Reisegruppe gehörte auch Uli Dambeck, gebürtiger Passauer und heute Augustiner Chorherr in Reichersberg, der sich als Stadtführer zur Verfügung stellte. Mit ihm besichtigte man das Elternhaus von Bernadette, verschiedene Kirchen und Museen. Spontan sang Anton Hofbauer in einem internationalen Chor mit, der sich in der unterirdischen Basilika zusammenfand und dort vor mehreren tausend Gläubigen den Gottesdienst gestaltete. Einer der Höhepunkte der Reise war für Anton Hofbauer die große Prozession, die seine Pilgergruppe anführen durfte und die ihn emotional sehr bewegt hat. Er hätte in seinem Leben noch nie so viele Rollstühle und betende, hoffnungsvolle Menschen gesehen, so Hofbauer. Demnächst wird er sich für die Pilgerreise 2026 anmelden, er möchte unbedingt nochmals nach Lourdes kommen. Anette Kieweg bedankte sich mit einem kleinen Präsent für den interessanten, kurzweiligen und emotionalen Vortrag, die Gäste spendeten kräftig Applaus und tauschten sich im kleinen Kreis noch mit Anton Hofbauer aus. Das nächste Ökucafe findet am Mittwoch, 19. Nov. 25 wie immer um 14.30 Uhr statt, wo, wird rechtzeitig bekannt gegeben. Unser Thema: 60. Todestag von Albert Schweitzer mit dem Ehepaar Imme und Hans-Werner Eroms.
Text: Anette Kieweg
Birgit Werbik



