Blick in die Geschichte von Christi Himmelfahrt und Umgebung

Pfarrverband St. Anton am 11.09.2026

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Zu einem überaus gut besuchten Nachmittag lud das Ökucafé vergangenen Donnerstag in den Gemeindesaal der Evangelischen Friedenskirche ein. 

Nach einer gemüt­li­chen Run­de bei Kaf­fee und Kuchen begrüß­te Anet­te Kie­weg den Pas­sau­er Stadt­ar­chi­var Richard Schaff­ner, der die Anwe­sen­den mit einem fas­zi­nie­ren­den Vor­trag über die Kir­che Chris­ti Him­mel­fahrt und deren his­to­ri­sche Umge­bung begeisterte.

Anhand einer rund 500 Jah­re alten Kar­te ver­an­schau­lich­te Schaff­ner die Ent­wick­lung des Gebiets – ins­be­son­de­re im Bereich Sai­ler­wöhr – vor der Ein­ge­mein­dung nach Pas­sau. Wo sich einst wei­te Gras­flä­chen und zahl­rei­che Bau­ern­hö­fe erstreck­ten, wan­del­te sich das Bild vor allem durch den Bau der Eisen­bahn, der die Ansied­lung von Indus­trie und Wohn­raum mas­siv vorantrieb.

Auch span­nen­de his­to­ri­sche Details aus der unmit­tel­ba­ren Umge­bung kamen zur Spra­che: Auf dem heu­ti­gen Uni­ver­si­täts­ge­län­de befand sich einst das Augus­ti­ner-Chor­her­ren­stift. Sei­ne Auf­lö­sung um Jahr 1803 bedeu­te­te den Ver­lust von 500 Arbeits­plät­zen, ehe das Are­al als Kaser­ne genutzt wurde.

Wäh­rend die Pas­sau­er Alt­stadt den Zwei­ten Welt­krieg nahe­zu unbe­scha­det über­stand, wur­de das Gebiet Haitzinger(Dafinger-)brücke bom­ba­diert und wies zahl­rei­che Bom­ben­kra­ter auf. Im Win­ter­ha­fen Rack­lau lagen damals vie­le Schif­fe, und in der Zie­ge­lei Dafin­ger arbei­te­ten zahl­rei­che ita­lie­ni­sche Arbeits­kräf­te – ein Grund für vie­le ita­lie­ni­sche Vor­fah­ren in Passau.

Ab dem 1930er-Jah­ren began­nen die geziel­te Besie­de­lung und der Bau neu­er Kir­chen. Auch der prä­gen­de Ein­fluss des Umfelds mit der Peschl-Braue­rei sowie his­to­ri­sche Bil­der vom Ran­gier­bahn­hof mit statt­li­chen Dampf­lo­ko­mo­ti­ven weck­ten bei vie­len Zuhö­rern Erinnerungen.

Beson­de­res Augen­merk lag auf der Kir­che Chris­ti Him­mel­fahrt selbst. Die Anfän­ge gestal­te­ten sich als beschei­den: Got­tes­diens­te fan­den zuerst in einer Werks­hal­le der Fa. Auto Röhr statt, ehe eine Kir­chen­ba­ra­cke aus Alt­öt­ting als Über­gang dien­te. Auf Wunsch von Pfar­rer Josef Krum­bach­ner soll­te die spä­te­re Kir­che die Form eines Zel­tes erhal­ten. Am 9. Mai 1975 folg­te schließ­lich die fei­er­li­che Ein­wei­hung durch Bischof Anto­ni­us Hof­mann. Nach lan­ger Nut­zung wur­de das Got­tes­haus am 26. Juli 2026 profaniert.

Die zwei Stun­den ver­gin­gen wie im Flug: Der Vor­trag war äußerst kurz­wei­lig, ver­ständ­lich auf­be­rei­tet und mit vie­len anschau­li­chen Bil­dern gestal­tet. Die Begeis­te­rung des Publi­kums spie­gel­te sich in einem sehr gro­ßen Applaus wider. Anet­te Kie­weg bedank­te sich herz­lich bei Richard Schaff­ner mit einer Fla­sche Wein.

Das nächs­te Öku­ca­fé fin­det 14. Okto­ber 2026 statt. Gast wird Frau Dr. Ursu­la Haf­ner sein. Es geht bereits jetzt herz­li­che Einladung.

Text: Kie­weg

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