Adventszyklus des Malers Herbert Muckenschnabl in St. Peter

Pfarrverband St. Anton am 22.12.2025

Info Icon Agnes Stefenelli

Auf viel Interesse sind am 4. Adventssonntag die Erläuterungen des Künstlers Herbert Muckenschnabl zu seinem adventlichen Bilderzyklus in der Kirche St. Peter gestoßen.

Nach sei­nem Pas­si­ons­zy­klus gestal­te­te Mucken­schnabl in die­sem Jahr eigens eine Bil­der­rei­he mit advent­li­chen und weih­nacht­li­chen The­men für die Kir­che St. Peter. Nach dem Sonn­tags­got­tes­dienst lud er Inter­es­sier­te ein, sei­nen Aus­füh­run­gen und Gedan­ken zur Ent­ste­hung und Inten­ti­on der Bil­der zu fol­gen. Wie er selbst beton­te, möch­te der Künst­ler den Zyklus nicht als Aus­stel­lung ver­ste­hen, son­dern als Mög­lich­keit der stil­len Betrach­tung und Meditation. 

Der Zyklus beginnt mit der Dar­stel­lung der Wur­zel Jes­se mit der dar­aus sprie­ßen­den Rose, es folgt die Ver­kün­di­gung durch den Engel, die Begeg­nung der demü­tig dar­ge­stell­ten Maria mit Eli­sa­beth und die dra­ma­tisch aus­ge­führ­ten Her­bergs­su­che. Im Bild der Geburt Jesu beschränkt sich Mucken­schnabl auf Maria und Joseph mit dem Kind im Stall ohne Neben­fi­gu­ren und ande­re vom Wesent­li­chen ablen­ken­den Details. Für das Motiv des nächs­ten Gemäl­des mit drei Engeln ließ sich Mucken­schnabl durch das Jauch­zet, Froh­lo­cket“ aus Bachs Weih­nachts­ora­to­ri­um inspi­rie­ren. Über den Hir­ten auf dem Feld lässt der Künst­ler den Stern leuch­ten, der im nächs­ten Bild den Wei­sen aus dem Mor­gen­land den Weg weist. Die letz­ten Gemäl­de wid­men sich schließ­lich der Flucht nach Ägyp­ten und der Dar­brin­gung im Tem­pel mit den Figu­ren der Han­na und des Simeon.

Zu sei­ner Mal­tech­nik erklär­te der Maler, dass er ver­dünn­te Tusche und Öl auf Jute ver­wen­de­te. Die­se Mal­wei­se erfor­der­te ein genau­es Arbei­ten, da Feh­ler nicht mehr kor­ri­gier­bar sind. Mucken­schnabl hielt den Zyklus bewusst schwarz-weiß auf ein­fa­cher Jute-Lein­wand und ver­zich­te­te auf die ihm sonst eige­nen inten­si­ven Far­ben. Als Grund für die­se Mate­ri­al­wahl nann­te er sei­ne Über­le­gun­gen, was am bes­ten in die dama­li­ge Zeit der Geburt Chris­ti gepasst haben könnte.

Der Bil­der­zy­klus kann täg­lich in der Kir­che St. Peter kos­ten­los besucht wer­den und ist noch bis Mariä Licht­mess am 2. Febru­ar zu sehen. Zur Erklä­rung der Bild­in­hal­te sind klei­ne Erklä­rungs­tä­fel­chen angebracht.

Text: Utta Materny

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